Heute war ein typischer Transit-Tag. Wir waren so ziemlich von morgens bis abends unterwegs, um von einer Station zur nächsten zu kommen.

Um 7 Uhr in der Frühe standen wir auf, packten noch schnell unsere restlichen Sachen zusammen, checkten aus dem Hotel aus, bezahlten 33 Euro Parkgebühr und fuhren die relativ kurze Strecke zum Dubliner Hafen. Dort stand schon die Fähre nach Holyhead (Wales) bereit – ein schickes Katamaran, das die Strecke in weniger als 2 Stunden schafft. Als wir für die Überfahrt eingecheckt waren und das Auto in der Warteposition stand liefen wir rüber ins Terminal-Gebäude, um uns heiße Getränke zu besorgen, und wollten noch in Ruhe frühstücken. Doch zwischenzeitlich waren die Tore schon geöffnet worden, und so eilten wir zurück zum Auto und beförderten es aufs Boot. Die Zeit bis zum Anlegen in Holyhead verging wie im Flug. Die Irische See war relativ ruhig, und ein Katamaran ist zudem wesentlich weniger schaukelanfällig als eine normales Fährschiff. Ich nutzte die Zeit um noch ein paar Bewertungen für unsere letzten Unterkünfte zu schreiben, die ich bei TripAdvisor einstellen werde.

In Wales suchten wir erst einmal eine Autogas-Tankstelle. Die erste Adresse war eine Niete, die zweite – in der Stadt Bangor – zum Glück nicht. In der Nähe war ein großer Tesco, wo wir unsere Lebensmittelvorräte wieder auffüllen konnten. Da es schon Mittag war, fuhren wir ins Stadtzentrum von Bangor und schauten uns dort nach Mittagessen um. Nachdem wir die Fußgängerzone einmal hinunter und wieder herauf spaziert waren, landeten wir wieder fast am Parkhaus wo das Auto stand und kehrten in eine gut besuchte Studentenkneipe ein. Dort bekamen wir für sehr wenig Geld total leckeres Curry mit ein paar Beilagen und Getränken. Für ein halbes Stündchen schauten wir uns noch einen Teil der Universität an, der sich auf einem Hügel befindet. Ich war insgesamt sehr angetan von diesem hübschen Städtchen. Es erinnerte mich ein bisschen an meine alte Heimat…

Bis zu unserem nächsten Ziel St. Clears war es noch ein ziemlich weiter Weg. Wir durchfuhren viele Orte mit unaussprechlichen Namen, hielten noch einmal kurz an der Küste an, um uns die Beine zu vertreten, und erreichten am Abend St. Clears. Dort taten wir uns schwer unser Hotel zu finden, da das Navi (das wir Lisa nennen) mal wieder mit dem Straßennamen nichts anfangen konnte und wir im Ort keinerlei Hinweisschilder entdecken konnten. Mit ein wenig Hilfe von Google Maps fanden wir irgendwann doch die richtige Straße und kamen weit außerhalb des Orts am Hotel an.

Dass es sich um ein 5-Sterne-Haus handelt können wir nicht so ganz nachvollziehen. Es scheint ein umgebautes Bauernhaus zu sein, verfügt aber immerhin über einen kleinen Swimmingpool mit Sauna und einen Fitnessraum. Das Zimmer ist natürlich gut und modern eingerichtet, hat aber keine überragenden Merkmale. Der Internetzugang per WLAN funktioniert mehr schlecht als recht.

Unser Abendessen stellten wir aus den eingekauften Dingen zusammen. Dann drehten wir noch eine schnelle Runde durch den Pool, bevor dieser um 21 Uhr geschlossen wurde.

Morgen werden wir Wales schon wieder verlassen und nochmal für 2 Tage nach England zurückkehren.