Wir haben einen langen und eher nervigen Tag hinter uns. Außerdem war es der erste, an dem wir massiv von unserer geplanten Route abgewichen sind. Aber später mehr dazu.

Als wir aufstanden war es leicht am regnen. Wir ließen uns noch einmal ein irisches Frühstück servieren und machten uns dann direkt auf den Weg. Wir fuhren erstmal zu einer Tankstelle mit Autogas in Mallow und von dort aus weiter nach Cork. Wir fanden einen Parkplatz etwas außerhalb der Innenstadt, der mit 1,50 € pro Stunde deutlich günstiger war als die Parkhäuser im Zentrum. Zwischendurch regnete es einmal kurz (kein Wunder, denn wir hatten ausnahmsweise die Schirme nicht mitgenommen), aber es war relativ warm. Wir liefen etwa eineinhalb Stunden kreuz und quer durch die kompakte City, die nicht wirklich belebt war. Vermutlich weil die meisten Einwohner sich heute mehr für Sport interessierten als für einen Stadtbummel. Mein Eindruck, den ich schon vor 7 Jahren von der Stadt gewonnen hatte, bestätigte sich größtenteils. Wirklich interessant ist sie nicht.

Wir fuhren weiter in Richtung Waterford und machten auf dem Weg einen kurzen Zwischenstopp an einem Castle, um dort aus dem noch vorhandenen Proviant ein Mittagessen zusammenzubauen. Dank irgend einer Großveranstaltung in Waterford und einer damit verbundenen Sperrung der einzigen Brücke über den River Suir im Stadtgebiet mussten wir ein ganzes Stück wieder zurück fahren und einen anderen Weg finden. Da wir dadurch viel Zeit verloren, entschieden wir uns kurzerhand nicht wie geplant an der Küste entlang nach Dublin zu fahren, sondern den wesentlich schnelleren Weg über eine brandneue Autobahn zu nehmen. Und in der Tat schafften wir trotz zum Teil heftigem Regen die verbleibenden 130 Kilometer dadurch in weniger als eineinhalb Stunden.

Unser Hotel in Dublin liegt wirklich im absoluten Zentrum fast direkt an der Temple Bar, einer beliebten Straße mit jeder Menge Restaurants und Pubs. Wir ließen das Auto in einem gegenüber liegenden Parkhaus, mussten aber herausfinden dass wir trotz Rabatt für Hotelgäste pro Tag 24 Euro für den Stellplatz berappen dürfen. Für die eineinhalb Tage, die wir hier sind gäbe es aber auch sonst keine wesentlich günstigere Parkmöglichkeit in der Nähe. Unser Hotel ist für den günstigen Preis ganz in Ordnung. Das Zimmer ist relativ groß und nach hinten gelegen, so dass man von dem Treiben auf den umliegenden Straßen praktisch nichts mitbekommt. In den labyrinthartigen Gängen fühlt man sich fast ein wenig wie in „Shining“. Internetzugang gibt es leider nur um die Rezeption herum.

Wir wanderten noch ein bisschen durch die ziemlich belebten Straßen auf der Suche nach Abendessen und blieben irgendwann bei einem Italiener hängen, der ein Dinner für 2 im Angebot hatte. Das Essen war gut und mengenmäßig ausreichend.

Für morgen haben wir noch keine konkreten Pläne. Wir haben aber den ganzen Tag Zeit uns Dublin anzuschauen. Bisher macht die Stadt einen ganz angenehmen Eindruck.