Wir haben heute mal die Insel gewechselt. Kleines Rätsel: Großbritannien haben wir verlassen, aber nicht das Vereinigte Königreich… Wo sind wir jetzt? Richtig – in Nordirland, genauer gesagt in Lisburn bei Belfast.

Aber erstmal zum Ablauf des Tages. Nach dem Auschecken aus dem „Wohnheim“ wollten wir zuerst noch einmal Autogas tanken, bevor wir uns auf den Weg zur Fähre machten. Dazu mussten wir noch ein wenig durchs ausgeprochen hässliche Glasgow kurven, bis wir eine entsprechende Tankstelle gefunden hatten. Dann fuhren wir ohne weitere Zwischenhalte zum Hafen in Cairnryan, um dort rechtzeitig für die Überfahrt nach Larne einzuchecken.

Der Seegang war ziemlich heftig. Die Irische See ist eben auch nicht mit dem seichten Ärmelkanal zu vergleichen. Wir verbrachten die meiste Zeit auf dem Außendeck, wo es trotz starkem Wind und Salzwasser-Sprühregen immer noch angenehmer war als innen. Um ca. 15:45 legte das Schiff an.

Wir fuhren erstmal in die City von Belfast. Das Wetter hatte sich wieder gebessert, und die meiste Zeit schien die Sonne. Von der Stadt waren wir beide relativ angetan. Sie ist irgendwie völlig anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Die Straßen sind im Zentrum nach einem Schachbrettmuster angelegt und sind fast alle mehrspurig, fast wie in amerikanischen Großstädten. Außerdem gibt es eine schöne Fußgängerzone und ein paar große Shoppingzentren. Eines davon – der Victoria Square – ist richtig beeindruckend. Obendrauf gibt es eine große begehbare runde Glaskuppel, von der man eine super Aussicht auf die ganze Stadt hat.

Leider schließen auch in Belfast die Geschäfte sehr früh, so dass ab ca. 18 Uhr tote Hose herrschte und wir uns nach einem Besuch im Supermarkt auf den Weg zu unserer heutigen Unterkunft machten. Dabei handelt es sich um ein hübsches Gästehaus in einem äußeren Ortsteil von Lisburn. Da es im Speisesaal eine Mikrowelle gibt, besorgten wir uns an einer nahe gelegenen Tankstelle Instantpackungen, die wir warm machen konnten.

Morgen fahren wir dann rüber ins „richtige“ Irland.