Insgesamt war dieser Tag kaum weniger anstrengend als der gestrige. Aber diesmal hat sich das Geld für die Tages-Travelcard definitiv gelohnt. Wir verbrachten wahrscheinlich die meiste Zeit in diversen Tube-Zügen, aber kamen doch nicht so ganz ohne Fußmärsche aus. Der Streik war zum Glück vorbei und die meisten Linien fuhren wieder planmäßig. Leider gab es am Morgen eine Signalstörung, von der ausgerechnet die Central Line betroffen war, und so mussten wir zwei Stationen zu Fuß überbrücken. So bekamen wir zumindest einen Teil des East End zu sehen.

Das Wetter war London-typisch neblig. Wir fuhren erstmal bis zur Tower Bridge und sahen uns dort die Ausstellung an. Danach ging es zum nahe gelegenen London Dungeon. Dieses war sogar halbwegs sein Geld wert. Die komplette Tour dürfte locker eineinhalb Stunden gedauert haben… Allerdings gab es zwischendurch ein paar außerplanmäßige Wartezeiten.

Zum Mittag fuhren wir nach Chinatown und gönnten uns dort ein billiges Büffet, das aber einigermaßen lecker war und satt machte. Wir verschwendeten ein bisschen Zeit, weil wir statt zum Piccadilly Circus in die entgegengesetzte Richtung liefen, und fuhren dann zur Baker Street, um uns Madame Tussaud’s zu widmen. Dort waren wir im Vergleich zum Dungeon relativ schnell durch, und die Attraktion ist meiner Meinung nach nicht ihr Geld wert.

Wieder draußen angelangt, fing es gerade an zu regnen. Es war noch zu früh um wieder zurück zum Hotel zu fahren, und das erstbeste was mir einfiel war Wimbledon. Also nutzten wir wieder die Tube für den recht langen Weg dort hin. Als wir ankamen hatte sich das Wetter wieder gebessert, und es war sogar ziemlich warm. Wir liefen ein wenig planlos im Wimbledon Park herum und fanden irgendwann den berühmten Centre Court, der allerdings nicht mehr zugänglich war und auch ansonsten nicht sonderlich spektakulär erschien. Wir liefen am Park entlang wieder zur nächsten Tube Station und fuhren zurück in die Innenstadt.

Eine Sehenswürdigkeit wollten wir noch mitnehmen – die O2-Arena, die meiner Meinung nach wirklich atemberaubend ist. Es war nicht viel los, da es heute wohl keine Veranstaltung gab. Doch allein das Gebäude und seine Athmosphäre haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Schließlich machten wir uns ziemlich erschöpft auf den Rückweg zum Hotel und besorgten uns auf dem Weg noch etwas „Bölkstoff“ für den Abend. Morgen wollen wir nach dem Frühstück die Tour in Richtung Norden fortsetzen. Auf jeden Fall haben wir zwei intensive Tage in London hinter uns. Der nächste Besuch für weitere Dinge, die man sich hier ansehen sollte, ist im Grunde schon geplant.