Statt mich wie an anderen Freitagen morgens um 9 im Büro einzufinden, hatte ich um diese Uhrzeit ein Rendezvous mit meinem Kieferchirurgen… rein geschäftlich, versteht sich. Er hatte das Vergnügen mir meine beiden noch verbliebenen „8er“ (zu deutsch: Weisheitszähne) zu entfernen. Vor ein paar Wochen war bereits die linke Seite abgehandelt worden, und heute war die rechte dran.

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Gestern hatte ich deshalb eine kurze telefonische Auseinandersetzung mit der Assistenz-Uschi meines Zahnarztes. Da gerade ein neues Quartal angefangen hat, wollte ich es vermeiden aus Gründen schlechter Praxis-Organisation die obligatorischen 10 Euro wieder doppelt zahlen zu müssen. Mir scheint dass sehr viele Patienten das tun, weil sie das System nicht verstanden haben und immer wieder vergessen sich Überweisungen zu besorgen. Wahrscheinlich war auch das der Grund warum die junge Dame im ersten Moment so perplex war. Eine neue Überweisung fürs neue Quartal?? Aber man könne die Gebühr doch auch direkt beim Kieferchirurgen bezahlen. Na sicher kann man das! Aber wenn man im selben Quartal wieder zum Zahnarzt muss, werden dort wieder freundlich 10 Euro verlangt… es sei denn man hat sich eine Überweisung dort hin „zurück“ besorgt. Irgendwie scheine ich diese Problematik ausreichend eingängig vermittelt zu haben, oder die Assistentin wollte sich einfach nicht auf eine Diskussion einlassen. Zum Glück liegen die beiden Praxen nicht weit auseinander, und so konnte ich heute morgen zunächst beim Zahnarzt vorbei schauen, mir für einen Zehner die Überweisung ausstellen lassen und damit zum Chirurgen dackeln, wo man sichtlich erfreut war dass mal ein Patient mitgedacht hatte.
Der Eingriff war relativ kurz und schmerzhaft, aber im Anschluss wurde mir versichert, wenn alle Patienten so wie ich wären hätten die Zahnmediziner einen wesentlich leichteren Job. Muss man um die Erwartungen zu erfüllen in Tränen oder Schreikrämpfen ausbrechen, sobald der Arzt die Zange ansetzt? Also meiner Meinung nach tut man ihm und sich selbst einen großen Gefallen wenn man so ruhig wie möglich bleibt, versucht an etwas anderes zu denken und die Sache einfach durchsteht. Dann geht alles schneller und die Chancen sind größer dass ein saubereres Ergebnis dabei heraus kommt.

Zur Zeit vergeht ja wirklich kein Wochenende an dem nicht irgendwo in der Gegend größere oder kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Eigentlich ganz nach meinem Geschmack – bin ein echter Fan von Festivals und der gleichen.

Diesmal war die RhEINKULTUR in Bonn und der CSD in Köln. Und wieder mal sollte die Bahn das Transportmittel der Wahl sein. Da wäre es doch ein Wunder gewesen wenn mal alles ohne Komplikationen abgelaufen wäre… Für mich mit meiner BahnCard100 wäre es im Prinzip unproblematisch gewesen. Aber für meinen Freund, der mit von der Partie war, wollten wir ein Angebot des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) nutzen. Hier mal ein Zitat von dessen Website:

Der VRS macht den Besuchern des diesjährigen Christopher Street Day (CSD) ein besonders günstiges Angebot.
Denn, das TagesTicket 1 Person der Preisstufe 4 für 14,40 Euro ist während des CSD drei Tage – ab Freitag, 04. Juli 2008, 14:00 Uhr bis Sonntag, 06. Juli 2008, Betriebsschluss – im erweiterten VRS-Netz gültig, das heißt auch in den Städten und Gemeinden des Kreises Ahrweilers.
Achtung: Tickets aus den Automaten sind bereits entwertet. Kaufen Sie sich also Ihr TagesTicket am Automaten erst am 04. Juli. Im Vorverkauf erworbene Tickets bitte ebenfalls erst am 04. Juli 2008 entwerten, da das Ticket ansonsten als normales TagesTicket nur einen Tag lang gilt.

Offenbar gab es für den Wortlaut dieses Angebots einen bunten Strauß an Interpretationsmöglichkeiten. Meine Auffassung war, dass Tagestickets für 1 Person der Preisstufe 4 ausnahmsweise an drei Tagen und für beliebig viele Fahrten im gesamten Streckennetz des VRS gültig waren, wenn sie am 4. Juli gekauft oder entwertet worden waren.
Da der Ausgangspunkt der Bahnfahrten Betzdorf an der Sieg sein sollte, fuhren wir am Freitag Abend kurz vor Mitternacht noch an den dortigen Bahnhof um am Automaten ein solches Ticket zu besorgen. Am Samstag Vormittag wollten wir dann von dort aus nach Bonn fahren, erkundigten uns aber vor dem Einsteigen beim Zugpersonal nach dem Sonderangebot. Man wollte davon gehört haben, ging aber davon aus dass die Gültigkeit nicht drei sondern nur einen Tag (dafür aber verbundweit) sei.
In Siegburg stiegen wir aus und wollten uns eine weitere Meinung einholen. Im DB-Reisezentrum sagte man, das Ticket sei zwar an drei Tagen aber nur auf der Strecke zwischen dem Ort des Kaufs und Köln gültig! Das heißt man hätte damit nicht nach Bonn fahren können. Somit nahmen wir erstmal die nächste S-Bahn nach Köln und fragten dort im KVB-Kundencenter ein weiteres mal nach. Und dort teilte man schließlich meine Auffassung! Selbstverständlich könne man an allen drei Tagen im gesamten Verbundgebiet so viel Bahn fahren wie man möchte. Wir bekamen sogar auf Nachfragen hin den Original-Text von der VRS-Website in ausgedruckter Form als Beleg.

Also ab zur Rheinkultur. Es war wohl eine gute Entscheidung nicht den Zug zum Bonner Hbf zu nehmen sondern einen anderen, der in Beuel hielt. Dadurch war zwar ein längerer Fußweg nötig um zum Festivalgelände zu kommen, aber wir ersparten uns total überfüllte Züge. Am Abend musste ich dann feststellen dass die Bahn-Verbindung zwischen Bonn und Düsseldorf ziemlich zeitaufwändig ist, wenn man auf Regionalzüge angewiesen ist. Alles in allem brauchten wir rund dreieinhalb Stunden, um von der Rheinaue zu mir nach Hause zu gelangen!

Dafür klappte es mit Köln heute um so besser. Wir waren rechtzeitig dort, um die CSD-Parade von Anfang bis Ende sehen zu können. Und mir gelang das Kunststück, vom Kölner Hbf in etwas über einer halben Stunde per Bahn nach Hause zu gelangen! Mein Freund hatte da auf seiner Fahrt nach Betzdorf leider weniger Glück…

Nächstes Wochenende beginnt die Kirmes in Düsseldorf. Werde mich da aber etwas zurück halten müssen. Warum, erzähle ich später mal.

Fast schon in der Tradition meines alten Bahn-Blogs muss ich hier mal meine neueste Negativ-Erfahrung mit unserer Deutschen Bahn mitteilen.

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Für alle, die es nicht mehr oder noch nicht wissen – ich besitze eine BahnCard 100 im Abo, da ich ein halbes Jahr lang bis vor ein paar Monaten täglich ca. 130 km zur Arbeit gependelt bin. Meine Anstrengungen vor Ablauf des ersten Jahres aus dem Abo raus zu kommen verliefen erfolglos, und so muss ich zähneknirschend noch bis September monatlich 320 Euro an einen maroden Konzern zahlen, ohne die Möglichkeit des bundesweiten Bahn-fahrens noch wirklich nutzen zu können. Seit dem Umzug bin ich täglich mit der S-Bahn zur Arbeit gefahren, was aber auch mit wesentlich kostengünstigeren Monatskarten der städtischen Verkehrsbetriebe zu realisieren wäre.
Doch ein Faktor stellte für mich eine Chance dar, zeitweise einen Gegenwert für die horrende Abo-Gebühr zu erhalten… Als ich letztes Jahr die BC100 beantragte war auf der Website der Bahn zu lesen, dass jeder Inhaber samstags eine Person kostenlos mitnehmen durfte. Diese Möglichkeit ließ ich mir seinerzeit vom Zugpersonal mündlich bestätigen und habe sie auch schon mindestens einmal genutzt. Für diesen Sommer nahm ich mir deshalb vor, die eine oder andere gemeinsame Tagestour mit dem Zug zu unternehmen. Für den letzten Samstag war eine Fahrt nach Berlin geplant. Die regulären Ticketkosten für 2 Personen hätten die Monatsgebühr bei weitem überstiegen, und somit hätte sich diese zumindest für den einen Monat wieder irgendwo gelohnt. Um eventuellen Stress durch überfüllte Wagen zu vermeiden, reservierte ich jeweils zwei Sitzplätze für die Hin- und Rückfahrt – Kostenpunkt 8 Euro.
Mit Proviant und reichlich Vorfreude im Gepäck stiegen wir morgens um kurz vor 7 in den ICE in Richtung Hauptstadt, sicherten uns die reservierten Plätze… und stiegen wenige Minuten danach schon wieder aus. Das Zugpersonal wollte von der Mitnahme-Regelung nichts wissen und hatte angeblich noch nie etwas davon gehört! Den Namen der blonden Zugbegleiterin, die einen ziemlich herablassendem Ton an den Tag legte, hatte ich mir notiert, kann den Zettel aber nicht mehr finden. Ich glaube mich erinnern zu können dass er J. Kluge lautete.

Vor der kurzen Fahrt zurück zum Ausgangspunkt der Reise beschäftigte ich einen weiteren Bahn-Mitarbeiter bestimmt eine halbe Stunde lang – noch vor der eigentlichen Öffnungszeit des Reisezentrums – mit dem Aufstöbern von offiziellen Unterlagen zu den BC100-Bedingungen. Es stellte sich heraus dass die Mitnahmeregelung in der Tat nicht in den Beförderungsbedingungen enthalten ist und offenbar auch nie war!
Es ärgert mich nicht nur dass solche „inoffiziellen“ Regelungen von der Bahn willkürlich für gültig oder ungültig erklärt werden, sondern viel mehr dass später bewusst geleugnet wird sie hätten jemals existiert. Man wird als Kunde – selbst als 320 Euro im Monat zahlender bahn.comfort-Kunde – in Gegenwart anderer Fahrgäste für dumm verkauft!

Für mich sind die Konsequenzen eindeutig. Seit ein paar Tagen besitze ich wieder ein Fahrrad und schaffe es damit in kürzerer Zeit zur Arbeit zu gelangen als mit der S-Bahn. Die BC100 ist ohnehin zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt. Zusätzlich werde ich allerdings auch meine bestehende BC25 kündigen und aus dem Pro Bahn e.V. wieder austreten. Danach werde ich nur noch öffentliche Verkehrsmittel von privaten Betreibern nutzen und so weit es möglich ist völlig auf Bahnfahrten verzichten (zumindest in Deutschland).
An mir hat der DB-Konzern in den letzten Jahren reichlich Geld verdient. Nun werde ich versuchen, es ihm auf andere Art wieder weg zu nehmen.

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Die gestrige Story hat noch eine Fortsetzung bzw. ein Ende. Man könnte fast sagen ein Happy End! Denn mein Geld habe ich zurück bekommen, und das ohne jeden Stress. Zwar musste ich noch ein weiteres mal den Weg zum Media Markt und zurück hinter mich bringen, aber das war es wert. Im Prinzip wäre sogar ein relativ gutes Geschäft dabei raus gekommen, hätte ich nur mal einen etwas genaueren Blick auf die Rechnung geworfen. Denn dort war lediglich die Kamera aufgeführt. Nicht aber die SDHC-Speicherkarte, die mir mit dabei gegeben worden war. Leider wird solche Ehrlichkeit nicht belohnt… naja, in dem Fall war es wohl eher Naivität. Ach was solls – momentan hätte ich für die Karte eh keine Verwendung, und sie über Ebay zu verkaufen hätte sich wohl auch kaum gelohnt.

Die Gutschrift wurde mir dummerweise in bar ausgezahlt. Nun muss ich eine Bankfiliale ausfindig machen, die Bareinzahlungen am Automaten anbietet. Ist nicht so einfach wenn man sein Konto bei einer Direktbank hat. Aber angeblich geht das sogar ohne Gebühren. Morgen werde ich es heraus finden.
Und nun widme ich mich dem deutsch-türkischen Duell, das heute Abend die Nation an die Fernseher oder Leinwände fesselt.

Hallo zusammen! Endlich gibts mal ein Thema, mit dem ich meinen neuen Blog (oder DAS Blog?) starten kann – die aktuelle Story mit der Digicam.

Meine Sony DSC-P200 hat mich nun mehrere Jahre lang um die halbe Welt begleitet und an den verschiedensten Orten Fotos für mich geschossen. Bin eigentlich immer sehr zufrieden mit dem Teil gewesen.
… Bis mein treuer anthrazitfarbener Begleiter auf einmal nicht mehr auffindbar war. Letztes Wochenende war ich auf der ExtraSchicht im Ruhrpott und hätte dort gerne ein paar schöne Nachtaufnahmen gemacht. Und da fiel mir auf, dass die Digicam sich nicht mehr an einem der üblichen Orte (Schreibtisch, Rucksack, Umhängetaschen, Jackentaschen) befand. Was tut man in so einem Fall – überlegen wann und wo man das Gerät zuletzt benutzt hat. Und das war in meinem Fall höchstwahrscheinlich vor ca. 3 Wochen in London. Oh je, und ich hatte nur so eine labberige Tasche (die sich nicht mal richtig verschließen lässt) als Handgepäck dabei. Vor meinem inneren Auge fuhr diese liegenderweise am Flughafen Heathrow in die Anlage zum Durchleuchten, wurde ein wenig durchgeschüttelt und ließ meine liebe Digicam frei. Ein alternatives, nicht weniger realistisch erscheinendes Szenario enthielt einen geschickten Dieb, der mir die Kamera unbemerkt abnahm, als sie sich gerade vorübergehend in der Tasche meines Sakkos befunden hatte. Egal was nun passiert sein mochte, ich musste davon ausgehen dass ich die Cam nicht wieder sehen würde.
Nun hat gerade der Sommer angefangen, und an den kommenden Wochenenden finden diverse interessante Veranstaltungen statt, auf denen sich mit Sicherheit das eine oder andere nette Bild machen ließe. Also musste auf die Schnelle was Neues her. Normalerweise ist vor der Anschaffung technischer Geräte eine ausgiebige Recherche für mich obligatorisch. Aber diesmal trafen ein paar Umstände ein, die eine spontane Aktion auslösten. Im Radio hörte ich einen Spot von Media Markt, wo es anlässlich des für Deutschland erfolgreichen EM-Viertelfinales gestern und heute 25% Rabatt gab. Allerdings nur auf Produkte mit einem Preis von mindestens 200 €. Naja, wie es der Zufall wollte waren gerade einige Foto-Artikel im Angebot. Ich pickte mir die Casio EX-Z200 raus – ein relativ neues Modell, das nach einer Blitz-Recherche einen ganz guten Eindruck machte. Ohne noch lange zu fackeln ging ich in der Mittagspause hin und sicherte mir das Teil inkl. einer 4 GB SDHC-Speicherkarte für 171,75 €. Momentan ist dieser Preis wohl unschlagbar.
Am Abend packte ich meine neue Errungenschaft aus und musste erst mal 2,5 Stunden lang den Akku aufladen… Beim späteren Ausprobieren kam ich zu einer grundlegenden Erkenntnis: Das Reduzieren der Größe von Hightech-Geräten macht diese nicht zwangsläufig attraktiver! Die Casio-Cam sieht aus wie ein Kinderspielzeug, fühlt sich auch so an, und man benötigt wohl Kinderhände um sie komfortabel bedienen zu können. Oder man muss weiblich sein… oder aus Ostasien stammen. Mir bleibt mit meinen großen Händen nur der Daumennagel zur Steuerung des Display-Menüs, was sich ziemlich fummelig gestaltet und für häufiges nervtötendes Abrutschen sorgt. Dass sich die Qualität der geschossenen Fotos als ziemlich mies heraus stellte konnte den Gesamteindruck im Prinzip gar nicht mehr sehr verschlechtern. Die Bedienungsanleitung suggeriert dass man mit der Kamera lediglich „Schnappschüsse“ machen kann… Ordentliche Fotos wären mir bei einem Gerät dieser Preisklasse ehrlich gesagt lieber gewesen.
Naja, jetzt ist es mir egal. Ich werde das Teil morgen wieder dort hin bringen wo ich es gekauft habe und hoffe dass es ohne Mucken zurück genommen wird. Meine alte Digicam ist übrigens wieder aufgetaucht – in einer Außentasche meines Sakkos. War eigentlich nahe liegend.

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