Diesen Tag habe ich sozusagen nur bei halbem Bewusstsein erlebt. Meine Erkältung war in der Nacht davor ziemlich schlimm geworden und hatte mich die meiste Zeit vom Schlafen abgehalten. Ausgerechnet an diesem Morgen sollten wir besonders früh aufstehen, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang an der Dune 45 zu sein. Trotz Krankheit, Schlafmangel und fehlendem Frühstück schaffte ich es irgendwie die ca. 120 Meter hohe Sanddüne zu erklimmen und den Sonnenaufgang zumindest von fast ganz oben zu sehen. Die Aussicht von dort oben war fantastisch. Nach Westen nichts als Sand, nach Osten ein flaches, karges Tal und dahinter Berge.
Am Fuß der Düne wurde das Frühstück serviert, und danach ging es direkt zur Sossusvlei, einer Tonpfanne mitten in der Namib-Wüste. Wir wurden viehtransportmäßig auf der Pritsche eines Pickups vom Parkplatz zur Vlei gebracht und wurden dort von einem ziemlich erfahrenen ‚Bushman‘ zweieihalb Stunden lang herum geführt. Dabei erfuhren wir einige Fakten zum (Über)Leben in der Wüste.
Danach ging es erst mal zurück zum Camp. Statt Mittagessen gönnte ich mir ein Stündchen Ruhe im Zelt. Es folgten 1,5 Stunden Fahrt nach Solitaire, die ich mehr oder weniger im Halbschlaf verbrachte. Unser Lager für die kommende Nacht lag in der prallen Sonne als wir dort ankamen. Ich legte mich direkt wieder ins Zelt nachdem es aufgebaut war und verbrachte einige Zeit mit Lesen. Errol – einer der beiden Reiseleiter – hatte mich mit ein paar Tabletten versorgt. Obwohl mir sehr warm war hatte ich kein Fieber.
Am Abend nutzte ich die vorhandenen großen Spülbecken um ein paar Teile Wäsche zu waschen und ging danach auf ein angrenzendes Feld um mir den Sonnenuntergang anzusehen. Er war spektakulärer als am Abend davor.
Nach dem Abendessen ging ich gleich wieder ins Zelt, las noch ein bisschen und legte mich dann schlafen.

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