Der Tag begann recht angenehm mit einem schönen original englischen Frühstücksbuffet an der Bar. Obwohl ich nicht allzu hungrig war, langte ich direkt um 7 Uhr schon zu: Rührei, Bacon, Würstchen, Toast, Cerealien und Joghurt. Nach und nach kamen auch die anderen herbei, und die Stimmung war sehr angenehm. Eigentlich wollte ich mich für den Transfer zum Flughafen ein paar Leuten anschließen, deren Abflug eine halbe Stunde nach meinem sein sollte. Aber es kam anders. Melissa (Kanada) hatte ihren Flug um kurz nach 11, und Edwin (Kanada/Asien) war auf den selben Flug wie ich um 13:15 gebucht. Er wollte sich mit ihr ein Taxi teilen. Da ich auch um 9 Uhr schon mit allem so weit fertig und praktisch bereit zur Abreise war, schloss ich mich den beiden spontan an und machte mich von dannen. Entgegen der Horror-Stories unseres Tourleiters war es überhaupt kein großer Akt zum Flughafen zu gelangen. Natürlich waren Edwin und ich viel zu früh dort und mussten ca. eineinhalb Stunden Zeit tot schlagen, bis wir einchecken konnten. Der Flughafen von Livingstone ist wirklich sehr klein, aber immerhin gibt es eine klimatisierte Bar in der CNN läuft, und das reichte aus um nicht vor Langeweile oder Durst einzugehen. Außerdem konnte ich dort einen WLAN-Zugang nutzen um meine Emails zu checken und fand im Posteingang eine Mitteilung von dem Hostel in Johannesburg, in das ich für eine Nacht eingebucht war, die Reservierung sei für den 11. September (!) gewesen. Und in der Tat ging das auch aus meinen Unterlagen hervor. Da hat sich das Reisebüro einen ärgerlichen Fehler erlaubt. Zum Glück konnte ich noch zurück mailen und um eine neue Buchung für eine Nacht plus Transfer bitten.
Das Einchecken war typisch afrikanisch chaotisch, aber dafür startete der kleine Flieger fast pünktlich. Mein ‚Fensterplatz‘ hatte leider kein Fenster (!), und es war ziemlich warm. Der Start und die Landung waren relativ turbulent. Aber statt planmäßig nach zwei war der Flug schon nach gut eineinhalb Stunden vorbei. In Johannesburg war ich ruck zuck durch die Kontrolle und die Gepäckausgabe und stand in der Ankunftshalle. Den Transfer musste ich telefonisch anfordern, und es dauerte fast eineinhalb Stunden bis der Fahrer mich schließlich abholte. Und der Weg bis zum Hostel zog sich auch ziemlich in die Länge. Das Zimmer ist zwar sehr günstig, aber die Unterkunft ist wirklich extrem ‚backpackermäßig‘. Wenn ich die Nacht über Schlafen will, werde ich um Ohrenstöpsel nicht herum kommen. Aber an die habe ich mich eh schon gewöhnt, und sie haben ihren Zweck die letzten drei Wochen optimal erfüllt.
Somit hat mich die Gegenwart nun wieder eingeholt. Bin jetzt müde und werde mich für die letzte Nacht in Afrika zur Ruhe betten.

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