Insgesamt der unangenehmste Tag von allen. Da wir nicht allzu weit zu fahren hatten, verließen wir das Camp nicht schon am sehr frühen Morgen. Bis zur Grenze, die aus dem Sambesi besteht, waren es nur ein paar Kilometer. Die Ausreise aus Botswana ging relativ flott über die Bühne. Um nach Sambia zu gelangen mussten wir die Fähre nehmen. Die Reisegruppe war ziemlich schnell drüben, aber bis der Truck mal auf dem Boot angelangt war verging einige Zeit. Wir mussten so lange warten. Es war um die Mittagszeit, und weit und breit gab es keinen Schatten. In dem Moment begann ich so richtig meine Kappe zu vermissen! Das Prozedere an der Grenzstation dauerte auch etwas länger, weil einige Leute noch kein Visum hatten und es erst noch ausstellen lassen mussten. Als wir alle wieder im Truck saßen, hatte dieser sich so sehr aufgeheizt, dass es darin kaum auszuhalten war. Zum Glück war es nicht mehr unheimlich weit bis Livingstone. Wir hielten kurz an einem Einkaufszentrum, um Bargeld zu besorgen, und fuhren dann zum letzten Camp der Tour. Dort wurde uns erst mal ein Promo-Film mit den zahlreichen verfügbaren Aktivitäten gezeigt. Es waren ein paar Sachen dabei, die mich interessiert hätten, aber ich war mir noch nicht so sicher wie sich mein Bauchproblem weiter entwickeln würde und buchte deshalb erst mal nichts.
Wir wurden am späten Nachmittag zu den Victoria Falls gebracht und hatten die Gelegenheit vor Sonnenuntergang noch dort herum zu laufen. Es gibt dort auch einen ganz netten Markt, wo man Souvenirs usw. kaufen kann. Zuerst war ich total genervt, weil alle Verkäufer sehr aufdringlich waren. Aber da ich relativ viele Kwacha (die Währung in Sambia) hatte und diese ja doch irgendwann ausgeben musste, ließ ich mich von einem der Verkäufer in eines der typischen oberflächlichen Gespräche verwickeln und kaufte ihm zwei Masken und ein Bild ab. Ich bin nicht gut im Verhandeln und habe wahrscheinlich zu viel Geld ausgeben, aber was solls. Als ich gerade gehen wollte, bot mir der Verkäufer von nebenan noch eine Holzfigur für 10.000 Kwacha (weniger als 2 Euro) an.
Als wir zurück im Camp waren fühlte ich mich halb tot. Ich ging noch kurz duschen, und als ich zurück kam waren alle weg. Sie waren wohl in die Bar zum Abendessen gegangen. Ich hatte ohnehin keinen Appetit und war ganz froh meine Ruhe zu haben. Zwar musste ich noch ein paar mal zur Toilette laufen, aber irgendwann ging der Druck etwas zurück, und ich konnte endlich mal schlafen.

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