Auch die zweite Nacht abseits der Zivilisation verbrachte ich größtenteils schlafend, fühlte mich aber dennoch am Morgen nicht richtig fit. Hatte ein seltsames Gefühl im Bauch, das aber beim Essen nicht weiter störte. Obwohl wir recht früh auf den Beinen waren, mussten wir mit der Abfahrt der Boote bis 9 Uhr warten, da ansonsten noch kein Truck verfügbar gewesen wäre um uns abzuholen. Die ruhige Fahrt im Mokoro genoss ich nochmal richtig. Beim anschließenden Transfer per Truck gab es zwei Zwischenfälle. Ein anderer kleinerer Truck war im Schlamm stecken geblieben, und wir zogen ihn mit einem Abschleppseil wieder heraus. Zwischen Maun und unserem Camp wehte mir eine Windbö meine Basecap vom Kopf. Es passierte so schnell und unerwartet dass weder ich noch einer der anderen sie zu fassen bekam. Ich sah sie nur noch neben der Straße landen. Im Camp ging ich erst mal duschen (wie die meisten anderen auch), und dann gab es Lunch. Ich erzählte Tourleiter Brenton die Sache mit meiner Kappe, und da wir sowieso nochmal für Besorgungen nach Maun mussten versprach er mir ein Auge auf den Seitenstreifen zu werfen. Leider tat er dies dann zu spät. Zusammen mit ein paar anderen erspähte ich die Kappe am Straßenrand, und wir versuchten über die Sprechanlage einen Halt zu erwirken. Leider erfolglos, denn die Anlage war noch ausgeschaltet! Während im Supermarkt Proviant eingekauft wurde nutzte ich die Zeit um kurz ins Internet zu gehen.
Die Fahrt bis zum nächsten Camp war nicht allzu lange. Gegen 5 Uhr erreichten wir ‚Planet Baobab‘ in der Nähe von Gweta. Von allen Lagerplätzen war das bisher der schönste. Die ganze Anlage wirkt sehr neu und sauber, es gibt einen großen Pool mit großzügiger Liegefläche und eine hübsche Bar mit ‚last man standing‘ Politik. Ich ging erst mal etwas im Wasser plantschen, aber da die Sonne schon am untergehen war wurde es mir zu kalt. Beim Abendessen langte ich ordentlich zu, bekam aber danach Bauchschmerzen – anscheinend die Fortsetzung des seltsamen Gefühls das mich den ganzen Tag schon gestört hatte. Mir war überhaupt nicht danach zusammen mit den anderen den Abend an der Bar zu verbringen, und da für den nächsten Morgen das Frühstück für 6 Uhr angesetzt war ging ich früh schlafen.

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