Die erste Nacht in der Wildnis habe ich erstaunlich gut geschlafen. Leider wurden wir schon um 20 nach 5 von unseren Bootsleuten geweckt. Die Buschwanderung war eigentlich für 6:30 angesetzt. Aber wie wir erfahren durften ist die Zeit im Okavango-Delta ‚anders‘. Um 6 Uhr gingen wir los und wurden in Gruppen aufgeteilt, je nach Dauer der Wanderungen. Ich reihte mich in die 3-Stunden-Gruppe ein. Um kurz vor 10 (!) waren wir zurück. Es gab ein spätes Frühstück, und dann nahm der Tag seinen Lauf. Wegen der großen Hitze war es nicht möglich sich körperlich anzustrengen… außer im Wasser. Bis zum Mittagessen hielt ich es im Camp aus, den Nachmittag verbrachte ich abwechselnd im Wasserloch und an dessen Ufer. Trotz reichlich Sonnencreme verbrannte ich mir die Schultern und zum Teil Rücken und Beine.
Um 5 Uhr wurden wir alle mit Mokoros zum ‚Hippo-Pool‘ gebracht, wo sich die ansässigen Flusspferde bevorzugt aufhalten. Ich saß zufällig in einem von zwei Booten, die einen anderen Weg nahmen und zuerst einmal komplett um unsere Insel herum fuhren. Dadurch bekam ich noch zwei Elefanten zu sehen, die dort am Ufer standen. Und im Hippo-Pool hatte ich anschließend eine strategisch günstige Foto-Position. Eines der Tiere gähnte ausgiebig, und ich erwischte das Maul frontal. Mal wieder gab es einen atemberaubenden Sonnenuntergang zu sehen, der mindestens so spektakuläre Bilder lieferte wie der am Abend zuvor.
Nach dem Abendessen wurde eine Gesangseinlage von den Einheimischen dargeboten. Sie setzten sich noch eine Weile zu uns und lauschten unseren Versuchen, uns mit ein paar Liedern zu revanchieren.
Als ich schon schlafen gegangen war, müssen die beiden Elefanten wohl noch einen kleinen Aufstand geprobt und damit einen Teil der Gruppe erschreckt haben.

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