Da viele aus der Gruppe noch bis tief in die Nacht in Bars/Clubs abgehangen hatten, herrschte beim Frühstück eher müde Katerstimmung. Von drei Leuten durften wir uns vor der Abfahrt verabschieden, zwei nahmen wir noch bis zum Flughafen mit. In Gobabis legten wir einen Zwischenstopp ein, um Proviant einzukaufen und unsere restlichen Namibia-Dollars loszuwerden. Einige Packungen mit Würstchen durften wir vorübergehend in unserem persönlichen Gepäck verstauen, da tierische Produkte eigentlich nicht nach Botswana eingeführt werden dürfen.
Die Einreise verlief ohne Probleme. Von der Qualität der (Haupt)straßen in Botswana bin ich angenehm überrascht. Man hat sogar offenbar überall entlang der Verkehrsadern Handy-Empfang. Allerdings musste ich die SIM-Karte wechseln, denn weder T-Mobile noch E-Plus erlauben Roaming in diesem Land. O2 allerdings schon!
In der Nähe von Ghanzi bogen wir auf einen Feldweg ab und fuhren einige Kilometer in die Kalahari zum Camp, in dem wir die Nacht verbringen sollten. Es gab die Option, für 5 US-Dollar eine Strohhütte zu mieten. Den ‚Luxus‘, ein Dach über dem Kopf zu haben und auf einem klapprigen Feldbett schlafen zu können, gönnte ich mir für die Nacht mal. Mein neuer Mitbewohner ist Aaron aus Whistler, Kanada.
Ein Teil der Gruppe nahm an einer einstündigen Führung teil. Mir war das die 10 Dollar nicht wert. Für eine traditionelle Tanzvorführung am Abend, die ebenfalls 10 Dollar pro Person kosten sollte, war keiner bereit das Geld zu bezahlen. Offenbar hat man hier keine so richtige Vorstellung von Preis-Leistungsverhältnissen.
Ich war zum zweiten Tag in Folge im Küchen-Team und half beim Kartoffeln schälen und Salat zubereiten fürs Abendessen. Da die Bar schon kurz nach Sonnenuntergang dicht machte, saßen wir ausnahmsweise mal alle gemeinsam ums Feuer herum und erzählten uns Witze und Stories. Irgendwann war die Luft raus, alle waren müde und gingen sehr früh ins Bett.


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