In der letzten Zeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, was für mich zu einem zufriedenen Leben gehört. So etwas tut man natürlich in der Regel nur dann, wenn man gerade nicht so zufrieden ist… Aber generell ist es sicher für jedermann sinnvoll, einmal ganz unverbindlich über das zu reflektieren, was das persönliche „Glück“ ausmacht. Für mich haben sich vier Basis-Faktoren herauskristallisiert, auf die es wirklich ankommt. Nur wenn sie alle ab einem gewissen Grad mein Leben bestimmen bzw. ausfüllen, glaube ich mich wirklich zufrieden fühlen zu können. Wer nun utopisch hohe Ansprüche erwartet, der wird gleich merken, dass die vier Elemente der Zufriedenheit vollkommen realistisch, „normal“ und im Grunde für jeden erreichbar sind:

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1. HOME
2. JOB
3. PEERS
4. MILIEU

Ich verwende absichtlich internationale Begriffe, weil diese am besten die Bedeutungen der Elemente umreißen. Aber da die vier Wörter allein nicht sehr viel Aussagekraft besitzen, möchte ich sie nun ausführlich erläutern.

1. HOME

Das hier steht über allem! Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er sich zuhause fühlt, um vollkommen zu sein. Und ich spreche hierbei zunächst einmal von einem Zuhause im allerweitesten Sinn. Es muss sich nicht um einen konkreten Ort oder ein bestimmtes Gebäude handeln. Unter einem Zuhause verstehe ich ganz weit gefasst einen individuellen Mikrokosmos, den man sich selbst geschaffen hat. Mit anderen Worten: Einen Zufluchtsort, den ich mir selbst bieten kann, an dem ich „ankommen“ kann und der mich gewissermaßen „abbildet“.

Mein eigenes Haus oder meine Wohnung bietet mir nicht automatisch ein Zuhause – ich muss es mir dort zuerst bauen, so wie ein Vogel sein Nest. Ich kann mir mein Zuhause mitnehmen, z. B. im Inneren eines Wohnmobils. Und selbst als Obdachloser kann ich mich auf „meiner“ Platte ein wenig zuhause fühlen, weil ich mir (wenn auch immer nur für kurze Zeit) meinen eigenen Mikrokosmos geschaffen habe.

Das erste Element der Zufriedenheit ist für mich mein HOME – ein Zuhause, das mir das Gefühl gibt hier richtig zu sein.

2. JOB

Einen großen Teil unserer Lebenszeit verbringen wir mit Arbeiten. Und auch hier spreche ich von Arbeiten in einem weiteren Sinn. Treffendere Wörter wären Beschäftigung oder Aufgaben. Hierunter fasse ich alle klassischen Arbeitsverhältnisse mit geregelten Zeiten und Gehältern, alle selbständigen oder (gegen Entgelt) „freien“ Tätigkeiten, alle freiwilligen oder ehrenamtlichen Engagements, jegliche Schul-/Aus-/Weiterbildung bis hin zu Funktionen wie „Hausfrau und Mutter“. Denn all diese Beschäftigungen haben eines gemeinsam: Sie bieten mir die Möglichkeit, den Großteil meiner Zeit sinnvoll zu nutzen und etwas zu tun, das nicht nur für mich selbst gut ist.

Ganz wichtig ist hierbei die „Work-Life-Balance“. Wirklich zufrieden kann ich nur dann sein, wenn meine Arbeit mich genügend ausfüllt (das heißt ich mich gerne mit ihr befasse) oder sie mir genügend freie Zeit und Energie für private Aktivitäten lässt, die mir einen Ausgleich zur Arbeitszeit bieten können.

Das zweite Element der Zufriedenheit ist für mich mein JOB – eine oder mehrere Beschäftigungen oder Aufgaben, die mir das Gefühl geben etwas Richtiges zu tun.

3. PEERS

Niemand möchte dauerhaft allein sein. Unser Leben wird bestimmt durch die Interaktion mit anderen Menschen. Um mich selbst (ein)schätzen zu können, muss ich mich mit anderen Personen austauschen und mich an ihnen messen. Und zwar physisch und direkt! Die besten Begriffe, die mir hierfür in den Sinn kommen, sind Real-Freunde, Real-Bekannte bzw. Real-Community.

Viele Beziehungen zwischen Personen werden im Internet-Zeitalter ausschließlich über soziale Netzwerke, Messenger oder Sprach-/Videodienste gepflegt. Diese rein virtuellen Beziehungen lasse ich hierbei ausdrücklich außen vor! Denn um zufrieden sein zu können, benötige ich Menschen mit gewissen Qualitäten in meiner physischen Nähe.

Es kann sich hierbei um wirkliche Freunde handeln, mit denen ich sehr vieles teile (vor allem Zeit und persönliche Gedanken), um Bekannte, mit denen ich mich unregelmäßig treffe oder gemeinsam etwas unternehme, um Menschen, mit denen ich nur ganz spezifische Interessen teile und mich hierzu nur bei Bedarf mit ihnen austausche, ihnen helfe oder mir von ihnen helfen lasse, oder um Gruppen von Menschen, mit denen ich all dies tun oder teilen kann. Idealerweise gibt es einen ausgewogenen Mix aus allem, doch wichtiger ist mir dass ich diese Personen ohne großen Zeitaufwand real erreichen kann (bzw. sie mich).

Das dritte Element der Zufriedenheit sind für mich meine PEERS – Menschen in meiner Nähe, die mir das Gefühl geben in Gemeinschaft zu sein.

4. MILIEU

Der individuelle Alltag wird stark dadurch geprägt, in welcher Umgebung man sich befindet. Im Gegensatz zum ersten Element spreche ich nun vom Makrokosmos, in dem wir uns täglich bewegen. Hierzu zählen die Optik und Atmosphäre des Umkreises, in dem sich der persönliche Lebensmittelpunkt (HOME) befindet, die Menschen die innerhalb dieses Umkreises leben sowie die vorhandene Infrastruktur – sprich Verkehrsanbindung, Versorgung (Lebensmittel, Medizin usw.) und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Um zufrieden mit meiner Umgebung zu sein und mich in ihr wohl zu fühlen, muss sie zu mir passen. Sie sollte mir einen grundsätzlich angenehmen Rahmen für mein Zuhause bieten, und ich möchte mich gerne in ihr aufhalten oder in sie zurückkehren.

Das vierte Element der Zufriedenheit ist für mich mein MILIEU – eine Umgebung, die mir das Gefühl gibt hier heimisch und gut versorgt zu sein.

Ich glaube, dass eine Erfüllung diese vier Elemente ausreicht, um mir eine grundlegende Zufriedenheit zu geben. So mancher dürfte dabei nun wohl den Faktor Lebenspartner(in)/Familie vermissen. Deshalb will ich ihn mal nicht außen vor lassen. Auch aus einer Partnerschaft bzw. Ehe und familiären Beziehungen lässt sich Zufriedenheit gewinnen.

Ich stelle mir die Elemente bildlich als Säulen vor, die meine Plattform der Zufriedenheit tragen. Partner(in) und Familie können sehr gut als Ergänzung dienen, den Raum zwischen den Säulen ausfüllen und das Bild quasi perfekt machen. Allerdings glaube ich, dass sie allein keines meiner vier Elemente ersetzen und eine eigene Säule bilden könnten.

Ich freue mich schon sehr auf den Tag, an dem ich sagen kann:

Ja, meine vier Elemente sind da und im Gleichgewicht.
Ich bin zufrieden.

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