Das Folgende ist ein Gedächtnisprotokoll der Ereignisse, die sich heute morgen im Zug auf meinem Weg zur Arbeit zugetragen haben.

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Den Namen der Zugbegleiterin, die in den Schilderungen eine Rolle viagra tabs spielt, kann ich (aus später erläuterten Gründen) an dieser Stelle nicht nennen, werde dies aber nachholen, falls ich an entsprechende Informationen gelange.

Am Morgen des 25.03.2011 stieg ich in Recklinghausen in den Regionalexpress RE2 von Düsseldorf nach Münster, der um 8:05 Uhr abfuhr. Bei mir waren ein Bekannter, der zusammen mit mir einstieg, und mein Fahrrad. Wir betraten den hintersten Wagen, ich stellte dort mein Fahrrad ab, und wir setzten uns daneben auf die Klappsitze.

In der Nähe von Haltern am See erschien ein Zugbegleiter (etwas älter und grauhaarig) und kontrollierte unsere Fahrkarten. Ich zeigte ihm mein Ticket2000 des VRR und meine Monatskarte des VGM, die von Haltern bis Bösensell gilt. Er sagte nur kurz so etwas wie „okay“ und verschwand wieder. Ich setzte die Unterhaltung mit meinem Bekannten fort.

In der Nähe von Buldern – 2 Stationen vor Bösensell – näherte sich uns eine Zugbegleiterin (relativ jung, rothaarig und mit leicht molliger Figur) und verlangte ebenfalls unsere Fahrkarten. Ich stellte zunächst fest, dass wir bereits kontrolliert worden waren, doch sie bestand darauf, die Fahrkarten zu sehen. Also ließen wir sie einen Blick darauf werfen. Zu mir sagte sie, sie habe „zuerst nur mein Ticket2000 gesehen“, und ich sagte, dass nicht sie sondern ihr Kollege unsere Fahrkarten bereits gesehen hatte. Sie fragte, wem das Fahrrad neben uns gehörte, und ich gab mich als Besitzer zu erkennen. Daraufhin verlangte sie ein Fahrradticket, und ich erwiderte, dass mein Monatsticket bereits die Mitnahme von Fahrrädern erlaube. Sie reagierte leicht entrüstet und behauptete, so etwas sei im VGM generell nicht der Fall, und zur Mitnahme eines Fahrrads sei stets ein Fahrradticket nötig. Ich sagte – wahrheitsgemäß – sie sei die erste, die mir dies bei einer Kontrolle gesagt hätte und dass ich auf der Strecke schon des öfteren ein Fahrrad dabei gehabt hätte, worauf sie noch entrüsteter schien. Ich bot an, mit meinem Handy über mobiles Internet die entsprechende Stelle der Tarifbestimmungen herauszusuchen. Die junge Frau sagte daraufhin – in ziemlich genau diesem Wortlaut – „Sie sind ja sowieso immer im Recht“, und das in einem deutlich pampigen Ton. Sie meinte, sie könne ja schon einmal meine Daten aufnehmen, während ich noch Zeit hätte, ihre Aussagen zu widerlegen, was ich ja sowieso nicht könne (mit selbstgefälligem Gesichtsaudruck), und verlangte meinen Ausweis. Ich gab ihn ihr ohne groß zu zögern, und sie begann auf ihrem Gerät zu tippen, während ich mich bemühte möglichst schnell die Textpassage aus den Tarifbestimmungen zu finden. Da der PDF-Viewer meines Handys leider keine Suchfunktion hat, gelang mir das nicht bevor die Zugbegleiterin ihre Tipperei beendet hatte. Ich erwähnte, dass ich in Kürze aussteigen müsste, und sie entgegnete dass sie sich deshalb ja beeilen wolle. Außerdem wies sie darauf hin, es gäbe ja Fahrrad-Monatstickets, worauf ich – wiederum wahrheitsgemäß – erwiderte, dass ich die Fahrtstrecke zufällig gerade zum letzten mal mit Fahrrad im Gepäck zurücklegte. Meinen Ausweis erhielt ich zurück, und zusätzlich drückte sie mir ein Stück Papier in die Hand, auf dem sie mit ihrem Gerät etwas ausgedruckt hatte.

Die Situation war mir aus mehreren Episoden bekannt, die ich in meiner langen Bahnfahrer-Karriere bereits als Zeuge miterlebt hatte: Erhöhtes Beförderungsentgelt in Höhe von 40 Euro wegen Fahrens ohne bzw. mit ungültigem Fahrschein. Die Frau fragte mich, ob ich den Inhalt des Papiers erklärt haben wolle. Da ich nicht die Gelegenheit gehabt hatte, die fragliche Stelle in den Tarifbestimmungen zu präsentieren und nicht mehr viel Zeit bis zum Aussteigen blieb, erklärte ich dass ich die Sache mit ihr persönlich klären wollte und nicht schriftlich mit ihrer Dienststelle oder ihrem Vorgesetzten. Es ging mir im Grunde schon längst nicht mehr darum, Einspruch gegen die 40 Euro zu erheben, sondern mich über die mir gerade gegenüber stehende Zugbegleiterin und Ihren unfreundlichen Umgang mit mir zu beschweren. Daher bat ich sie, mir ihren Namen zu nennen. Sie deutete mit dem Finger auf eine Art Kennziffer, die oben auf dem Papier in meiner Hand abgedruckt war, und sagte diese würde sie als Mitarbeiterin der Deutschen Bahn identifizieren. Ich erwiderte, dass ich mit einer Nummer nichts anfangen könnte und ihren vollständigen Namen wissen wollte. Schließlich hatte sie bereits meinen Namen und meine Adresse (und ggf. noch weitere Informationen über mich) in ihr Gerät eingegeben. Sie weigerte sich und sagte „wir dürfen unsere Namen nicht nennen“. Ich reagierte wiederum mit Unverständnis, da es hier um eine persönliche Klärung zwischen der Frau und mir ging. Sie pochte weiterhin auf die „Regeln“, hielt mir ein aufgeschlagenes Heftchen unter die Nase mit dem Hinweis, dort würden diese schwarz auf weiß stehen und sie würde hier nur ihren Job tun, und sie fragte mich erneut, ob ich den Inhalt des Papiers erklärt haben wolle. Ich sagte laut und deutlich „Nein“, worauf sie sich mit einem „Gut“ umdrehte und wieder etwas in ihr Gerät tippte.

Ab diesem Punkt handelte ich nur noch impulsiv, da mich das Auftreten dieser Frau zur Weißglut gebracht hatte. Ich zerriss das Papier in meinen Händen in viele kleine Stücke und warf ihr diese entgegen mit den Worten „Bitte schön“. Sie sagte so etwas wie „Dann müssen Sie die 40 Euro auf jeden Fall bezahlen“. Für mich war es Zeit auszusteigen, da der Zug gerade Bösensell erreichte. Also nahm ich mein Fahrrad und schob es in Richtung Ausgang. Die Frau sprach weiter, es sei ja sowieso „alles gespeichert“. Mich überkam bei ihrem Anblick eine plötzliche Gewissheit, der ich mit lauten derben Worten Ausdruck verlieh: <R rated> „Wenn sie gerade schlecht gelaunt sind, weil sie vielleicht in der letzten Woche nicht gefickt wurden, dann ist das nicht mein Problem.“ Gefolgt von (etwas leiser) „Alte Fotze“. </R rated>

Ich sah, dass das Gesicht meines Bekannten (der noch bis Münster im Zug blieb) kurzzeitig einen leicht entsetzten Ausdruck annahm. Die Frau sagte in etwa „Eine Anzeige wollen Sie also auch noch“, während ich bereits im Begriff war den Zug zu verlassen. Ich ließ zunächst nur ein „Joaaa“ entweichen, schob aber beim Aussteigen (während sie weiter irgendwelche Dinge sagte) nach: „SIE haben Probleme“. Das letzte, was ich von ihr durch die noch offene Tür vernahm, war „Und SIE haben kein Fahrradticket“.

Ich möchte nochmals deutlich betonen, dass mich nicht die Tatsache in Rage versetzt hat, dass mir wegen eines fehlenden Fahrradtickets 40 Euro aufgebrummt werden sollten, sondern allein der Umgangston, mit dem mir dieses (womöglich Männer hassende) Weib begegnet ist! Ich bin mir – nebenbei bemerkt – überaus sicher, dass meine Begründung für die offenkundig schlechte Laune dieses Wesens, die ich mit zugegebenermaßen drastischen Worten zum Ausdruck gebracht habe, der Wahrheit entspricht.

Eine spätere kurze Recherche in den Tarifbestimmungen ergab übrigens, dass in der Tat die Mitnahme eines Fahrrads beim Besitz eines Monatstickets nur werktags ab 19 Uhr und am Wochenende erlaubt ist. Das deckt sich nicht mit der mir entgegen gebrachten Aussage, es sei generell immer ein Fahrradticket nötig.

Über das Wochenende werde ich hoffentlich die Zeit finden, einen Brief an die besagter Frau übergeordnete Organisationseinheit der Deutschen Bahn zu formulieren. Mein Endziel ist, den Namen dieser Person zu ermitteln, mein vorrangiges Ziel, ihre Dienststelle über ihr unangemessenes Verhalten in Kenntnis zu setzen.

Und ehrlich gesagt bereue ich weder mein eigenes Verhalten, noch schäme ich mich für meine Verbalattacke. Im Gegenteil: Ich bin sogar ein wenig stolz, nicht wie so oft klein beigegeben sondern statt dessen Entschlossenheit demonstriert zu haben.

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