Am vergangenen Wochenende bin ich viel unterwegs gewesen und habe dabei was für meine Kondition getan. Angesichts der anstehenden Reise durch Südwest-Afrika kann ein bisschen Training auch bestimmt nicht schaden. Nachdem die Gelbfieber-Impfung mich für ein paar Tage außer Gefecht gesetzt hatte, tat es außerdem ganz gut sich mal wieder ausgiebig zu bewegen.

Am Freitag wollte ich mir noch einige nützliche Gegenstände fürs Reisegepäck besorgen, an die man hier in Düsseldorf leider nur schwierig kommt. Aber Köln ist ja nicht weit, und dort gibt es den größten Outdoor-Fachmarkt der Nation. Da ich nun keine BahnCard 100 mehr besitze und sich die Anschaffung einer Monatskarte für den VRR momentan für mich nicht lohnt, hätte die einfache Fahrt in die Domstadt satte € 9,30 gekostet. Eine Anmerkung am Rande: Ab Langenfeld-Berghausen – nur einen Steinwurf von der Düsseldorfer Stadtgrenze entfernt – zahlt man bloß € 4,10 (nachzusehen beim VRS-Tarifberater)! Nach Feierabend fühlte ich mich jedenfalls noch fit genug um mir zumindest einen Teil der Ticketkosten zu sparen. Und radelte los in Richtung Köln.

Mein Navi versagte nach weniger als einer dreiviertel Stunde mangels Akkuleistung den Dienst. Aber es wollte mich sowieso sinnloserweise mit der Fähre über den Rhein schicken. Als Orientierung war der Fluss ganz nützlich und hätte das Navigationssystem eigentlich überflüssig gemacht. Es gibt viele Radwege hier in der Gegend, die relativ gut beschildert sind. Leider nicht immer präzise genug, und so nahm ich irgendwo bei Leverkusen einen falschen Weg und bescherte mir einen anstrengenden Umweg. Ein hartnäckiger Krampf in der rechten Wade tat das Übrige. Aber es hätte an der Stelle nur noch wenig Sinn gemacht den nächsten Bahnhof anzusteuern. Und so kämpfte ich mich bis in die Kölner Innenstadt. Auch wenn die letzten 10 km (zum Teil dank des Mistwetters) eher Quälerei waren, erreichte ich das Ziel ohne vorher komplett zusammen zu brechen. Den Weg zurück nach Hause musste ich zum Glück nicht auf die gleiche Art bewältigen. Ca. 40 km Rad fahren ohne Pausen reichten erst mal!

Am Sonntag war das Wetter erstaunlich gut und lud zu Outdoor-Aktivitäten ein. Was lag also für mich näher als wieder auf den Drahtesel zu steigen… Diesmal ohne Ziel und Navi, sondern nur mit einer groben Richtung: Weg von Düsseldorf nach Osten. Dort beginnt sofort das Bergische Land. Wie der Name schon sagt muss man sich dort auf Steigungen einstellen. Nach etwas Kurverei durch Wald und Wiesen erreichte ich Hochdahl und schaffte es erst mal nicht diesen Ort wieder zu verlassen, weil er irgendwie nicht aufhören wollte. Aber ich nahm mir vor zumindest noch Solingen zu erreichen und tat es schließlich auch.
Was für eine sonderbare Stadt! Ich versuchte kramphaft das „Zentrum“ zu finden und landete immer wieder an einer Straße, die man ausschließlich mit KFZ befahren darf. Schließlich wurde es mir zu blöd und ich fuhr wieder zurück in den Stadtteil Ohligs, durch den ich vorher schon geradelt war. Es irritierte mich ein wenig dort den Hauptbahnhof vorzufinden, so weit entfernt vom Stadtzentrum. Aber Solingen scheint mir ohnehin eine „andere Sorte“ Stadt zu sein als man gewohnt ist.
Zurück ging es über Hilden. Und schon wieder waren es alles in allem mehr als 40 km . Eine gute Strecke für eine Radtour. Eigentlich sollte ich sowas öfter machen. Mal sehen…

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