Fast schon in der Tradition meines alten Bahn-Blogs muss ich hier mal meine neueste Negativ-Erfahrung mit unserer Deutschen Bahn mitteilen.

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Für alle, die es nicht mehr oder noch nicht wissen – ich besitze eine BahnCard 100 im Abo, da ich ein halbes Jahr lang bis vor ein paar Monaten täglich ca. 130 km zur Arbeit gependelt bin. Meine Anstrengungen vor Ablauf des ersten Jahres aus dem Abo raus zu kommen verliefen erfolglos, und so muss ich zähneknirschend noch bis September monatlich 320 Euro an einen maroden Konzern zahlen, ohne die Möglichkeit des bundesweiten Bahn-fahrens noch wirklich nutzen zu können. Seit dem Umzug bin ich täglich mit der S-Bahn zur Arbeit gefahren, was aber auch mit wesentlich kostengünstigeren Monatskarten der städtischen Verkehrsbetriebe zu realisieren wäre.
Doch ein Faktor stellte für mich eine Chance dar, zeitweise einen Gegenwert für die horrende Abo-Gebühr zu erhalten… Als ich letztes Jahr die BC100 beantragte war auf der Website der Bahn zu lesen, dass jeder Inhaber samstags eine Person kostenlos mitnehmen durfte. Diese Möglichkeit ließ ich mir seinerzeit vom Zugpersonal mündlich bestätigen und habe sie auch schon mindestens einmal genutzt. Für diesen Sommer nahm ich mir deshalb vor, die eine oder andere gemeinsame Tagestour mit dem Zug zu unternehmen. Für den letzten Samstag war eine Fahrt nach Berlin geplant. Die regulären Ticketkosten für 2 Personen hätten die Monatsgebühr bei weitem überstiegen, und somit hätte sich diese zumindest für den einen Monat wieder irgendwo gelohnt. Um eventuellen Stress durch überfüllte Wagen zu vermeiden, reservierte ich jeweils zwei Sitzplätze für die Hin- und Rückfahrt – Kostenpunkt 8 Euro.
Mit Proviant und reichlich Vorfreude im Gepäck stiegen wir morgens um kurz vor 7 in den ICE in Richtung Hauptstadt, sicherten uns die reservierten Plätze… und stiegen wenige Minuten danach schon wieder aus. Das Zugpersonal wollte von der Mitnahme-Regelung nichts wissen und hatte angeblich noch nie etwas davon gehört! Den Namen der blonden Zugbegleiterin, die einen ziemlich herablassendem Ton an den Tag legte, hatte ich mir notiert, kann den Zettel aber nicht mehr finden. Ich glaube mich erinnern zu können dass er J. Kluge lautete.

Vor der kurzen Fahrt zurück zum Ausgangspunkt der Reise beschäftigte ich einen weiteren Bahn-Mitarbeiter bestimmt eine halbe Stunde lang – noch vor der eigentlichen Öffnungszeit des Reisezentrums – mit dem Aufstöbern von offiziellen Unterlagen zu den BC100-Bedingungen. Es stellte sich heraus dass die Mitnahmeregelung in der Tat nicht in den Beförderungsbedingungen enthalten ist und offenbar auch nie war!
Es ärgert mich nicht nur dass solche „inoffiziellen“ Regelungen von der Bahn willkürlich für gültig oder ungültig erklärt werden, sondern viel mehr dass später bewusst geleugnet wird sie hätten jemals existiert. Man wird als Kunde – selbst als 320 Euro im Monat zahlender bahn.comfort-Kunde – in Gegenwart anderer Fahrgäste für dumm verkauft!

Für mich sind die Konsequenzen eindeutig. Seit ein paar Tagen besitze ich wieder ein Fahrrad und schaffe es damit in kürzerer Zeit zur Arbeit zu gelangen als mit der S-Bahn. Die BC100 ist ohnehin zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt. Zusätzlich werde ich allerdings auch meine bestehende BC25 kündigen und aus dem Pro Bahn e.V. wieder austreten. Danach werde ich nur noch öffentliche Verkehrsmittel von privaten Betreibern nutzen und so weit es möglich ist völlig auf Bahnfahrten verzichten (zumindest in Deutschland).
An mir hat der DB-Konzern in den letzten Jahren reichlich Geld verdient. Nun werde ich versuchen, es ihm auf andere Art wieder weg zu nehmen.

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