Habe mir gerade den „neuen Akte X Film“ im Kino angesehen. Was für ein Glück dass ich mich nicht durch all die Kritiken in den Medien entmutigen ließ! Ich hatte in der Tat vorher noch nie eine so geballte Ladung Negativ-Presse zu einem Film erlebt. Im Nachhinein muss ich vermuten dass die Verfasser jener Kritiken allesamt keine Fans der Serie sind. Genau für die ist der Film nun mal gemacht. Wer bloß die eine oder andere X-Akte (also Episode) kennt, sollte sich lieber Hancock oder Mamma Mia ansehen – dort ist das Geld mit Sicherheit besser angelegt. Wer allerdings behaupten kann, zumindest den größten Teil der X-Akten mit Eifer mitverfolgt zu haben und daher mit den Charakteren und der typischen Atmosphäre vertraut ist, dem kann ich die gerade angelaufene zweite Kino-Adaption der Kultserie wärmstens ans Herz legen.

Okay, am Anfang ist man evtl. etwas enttäuscht von dem etwas zu sehr gestrafften Handlungsablauf und dem platten Humor der Figuren, doch nach einer Weile gewinnt die Story an Fahrt und es baut sich eine angenehme Spannung auf. Ein paar eingestreute teils recht emotionale Dialoge entschleunigen das ganze zwischendurch wieder etwas. Doch ich würde behaupten dass sich der Gähnfaktor in Grenzen halten sollte, wenn man weiß wie die beiden Protagonisten Mulder und Scully zu einander stehen.

Zudem wird jeder, der sich bizarre UFO-/Alien-Szenen oder eine Fortsetzung des Verschwörungs-Szenarios erhofft hat, leider enttäuscht. Mag die Serie in den ersten paar Staffeln von ersteren, zum Ende hin von letzterem geprägt gewesen sein, hat der Film ein eher menschliches Grundgerüst. Er befasst sich intensiv mit den Persönlichkeiten der Hauptfiguren (insbesondere Dana Scully) und greift einige Themen auf, die Amerika in den letzten Jahren beschäftigt haben, wie z.B. die Präsidentschaft G.W. Bushs, Pädophilie unter Priestern und illegalen Organhandel.

„Alte Bekannte“ tauchen, mit Ausnahme eines kurzen Auftritts von Walter Skinner, ebenfalls nicht auf. Die beiden FBI-Agents, die Mulder und Scully für einen speziellen Fall wieder aus der Versenkung holen, sind auch eher profillos. Insbesondere Rapper Xzibit ist nicht wirklich überzeugend in seiner Rolle als Agent Drummy und absolut keine Bereicherung…

In der deutschen Fassung des Films wird man sich zu Beginn etwas über die ungewohnte Synchronstimme von Fox Mulder ärgern. Doch sie passt zu ihm und kommt meiner Meinung nach sogar etwas näher an die Originalstimme von David Duchovny heran als das was man aus der Serie kennt.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass „I Want To Believe“ (hierzulande blödsinnigerweise mit „Jenseits der Wahrheit“ betitelt) die düstere Grundstimmung der TV-Serie meiner Meinung nach sehr gelungen wieder aufleben lässt und eine in sich geschlossene spannende Story erzählt, die – im Gegensatz zum Serienfinale – angenehmerweise ein Ende hat, mit dem man als Fan ausgesprochen gut leben kann.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Bitte nicht aufstehen und weg laufen, wenn der Abspann beginnt. Nach ein paar Minuten Geduld wird man mit einem *besonderen* Bild belohnt! 😉

Ich habe eine ziemlich beschissene Woche hinter mir. Deshalb hat es sich nicht wirklich gelohnt hier irgend etwas zu posten. Auch wenn bei meinem zweiten Termin beim Kieferchirurgen letzte Woche wesentlich weniger herum geschnitten worden war als beim ersten, dauerte die Heilung diesmal wesentlich länger. Während das Loch wo der obere Weisheitszahn gesessen hatte überhaupt keine Probleme machte und kaum weh tat, ist am unteren Ende selbst jetzt noch kein absoluter Normalzustand eingekehrt. Es hat seit dem Eingriff bisher keinen Tag gegeben an dem ich komplett schmerzfrei war. Mittlerweile stört es nicht mehr – auch nicht beim Essen -, aber der größte Teil der Woche war von echter Quälerei bestimmt. Mit Schmerztabletten ließ sie sich teilweise in Grenzen halten…

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bis am Donnerstag mein Magen rebellierte. Ob das wirklich am Tablettenkonsum oder an etwas anderem lag werde ich wohl nie erfahren. Am Freitag wurde der Faden gezogen, mit dem die Wunde genäht worden war. Der Chirurg antwortete auf meine Frage ob es normal sei wenn es nach einer Woche noch immer so weh tat: „Normal ist anders – aber es darf es!“
Den Rest des Tages überstand ich irgendwie mit eineinhalb Laugenstangen, einer dreiviertel Tasse Tee und ohne Schmerzmittel.

Das Düsseldorfer Kirmes-Feuerwerk am Freitag Abend konnte ich nur aus der Ferne mit anhören, war aber viel zu erschöpft um es vor Ort mitzuverfolgen. Nach ausreichend Schlaf fühlte ich mich am nächsten Morgen unerwarteterweise fit genug um die Loveparade in Angriff zu nehmen!
In Dortmund änderte sich dieser Zustand nach ein paar Stunden leider wieder. Es war sicherlich ganz nett mal dort gewesen und das Spektakel gesehen zu haben… und vielleicht um sagen zu können dass ich einer von 1,6 Millionen (?!) Besuchern war. Aber irgendwie wollte nicht so recht die gewohnte Stimmung bei mir aufkommen. Das mag auch ein wenig am Wetter gelegen haben. Alle die keinen Regenschirm dabei hatten müssen zeitweise wirklich kurz vor dem Ertrinken gewesen sein. Abends zuhause vor dem Live-Stream bereute ich es dann doch wieder ein wenig nicht länger geblieben zu sein. Die Sets von Armin van Buuren und Paul van Dyk waren zum Teil ganz nett, und Underworld hätte ich mir liebend gerne mal live angesehen, zumal ich den Sound dieser britischen Kapelle sehr attraktiv finde. Und auch die Feuer- und Lasershow zum Abschluss dürfte vor Ort beeindruckender gewesen sein als am Bildschirm…

Der heutige Tag war auch wieder ziemlich kalt und durchwachsen. Immerhin bot sich eine letzte Gelegenheit die Kirmes auf den Rheinwiesen zu besuchen. Leider kam es auch dort wieder zu einem Wolkenbruch, und die Lust noch länger zu bleiben war ziemlich schnell verflogen.
Auf das nächste Wochenende blicke ich momentan noch mit etwas Argwohn, denn ob man es glaubt oder nicht – es findet offenbar gar keine große Veranstaltung in der Nähe statt, auf die es sich zu gehen lohnt. Bin das ja gar nicht mehr gewöhnt.
Naja, was fest steht ist dass am Donnerstag der neue X-Files Film im Kino anläuft, und den zu sehen ist absolute Pflicht. Somit steht zumindest schon mal eine Aktivität fürs kommende Wochenende fest!

Wie meinem vorherigen Post zu entnehmen ist, bin ich heute nicht im Büro gewesen. Was mich allerdings nicht davon abgehalten hat mein geschäftliches Email-Fach einmal zu checken. Das hat sich sogar richtig gelohnt – es waren eine ganze Reihe ungelesener Nachrichten drin. Okay, die meisten davon konnte ich sofort löschen oder nach kurzem drüber lesen als erledigt markieren und irgendwo einsortieren. Aber trotzdem war es ein kleines bisschen Arbeit, die der Firma zugute kam.

Das war doch eine passende Einleitung zu einer Thematik, mit der sich eine Umfrage beschäftigt hat, die vor eine paar Tagen vom Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (kurz: BITKOM) veröffentlicht wurde. Es wurde bei ca. 1000 Personen nachgehört, wie sie zur Erledigung von geschäftlichen Arbeiten in den eigenen vier Wänden stehen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Immerhin 17% der Befragten würden ihre berufliche Tätigkeit am liebsten komplett zuhause ausüben, und 50% könnten sich vorstellen nur noch teilweise in den Räumen des Arbeitgebers zu ackern.

Gerade bei Jobs die sich ausschließlich am Rechner abspielen ist es doch eigentlich vollkommen egal wo dieser steht. So lange er eine stabile Anbindung ans Internet hat, ist es möglich auf die elektronischen Daten des Unternehmens zuzugreifen und mit Kollegen, Kunden oder Geschäftspartnern zu kommunizieren. Heutzutage ist man ohne großen technischen Aufwand weltweit vernetzt, und das nicht nur zuhause sondern im Grunde sogar überall wo mobile Datenverbindungen möglich sind.

Wo liegen überhaupt noch echte Vorteile „zur Arbeit zu gehen“ gegenüber der Möglichkeit sich seine Arbeit nachhause zu holen oder sie einfach an beliebige Orte mitzunehmen? Den einzigen Faktor den ich (an)erkenne sind die persönlichen Kontakte mit den damit verbundenen zwischenmenschlichen Vorgängen. Unternehmen wie Google, deren Geschäft sich praktisch nur um Online-Themen dreht, machen es vor: Die Mitarbeiter werden regelrecht zu „Buddy-Beziehungen“ gezwungen, zu Kollegen gleichermaßen wie zu Business-Partnern. Vielleicht gerade weil es nahe läge solche Firmen mit einem großen Schwarm von Freelancern – also „freien“ Mitarbeitern ohne feste Bindung an einen Arbeitsplatz – zu betreiben, macht man es gerade nicht so. Es wird sehr großer Wert darauf gelegt, dynamische aber funktionierende und harmonische Teams zu bilden, die eine Art kollektiven „Spirit“ erzeugen und dadurch leistungsfähiger sind. So etwas ließe sich nie mit räumlich getrennten, zersplitterten oder quasi virtuellen Arbeitsplätzen erreichen.
So lange es bei einer Tätigkeit wirklich nur um den reinen Output geht, ist der Ort an dem sie ausgeführt wird theoretisch egal (siehe z.b. Programmierer oder Call Center Agents). Sobald aber zwischenmenschliche Aspekte und Teamgeist einen Teil des geschäftlichen Erfolgs ausmachen, wird es nicht möglich sein alle Mitarbeiter ausschließlich im Home-Office zu beschäftigen.

Meine persönliche Idealvorstellung wäre eine Hybridlösung. In meinem Job ließen sich auf jeden Fall die rein ergebnisorientierten und die teambezogenen Aufgaben zeitlich trennen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen einen Teil meiner täglichen Arbeit zuhause zu erledigen und hätte hier eine ruhigere Atmosphäre als im Büro, was mir in vielen Fällen vermutlich sogar den Kopf freier halten und damit zu besserer Leistung führen würde. Wenn es allerdings um Meetings und notwendige Absprachen mit Kollegen geht, bevorzuge ich eindeutig das persönliche Gespräch im Vergleich zu Telefon, Chat oder Videokonferenz.

Hier der Link zur Presseinfo der BITKOM: http://www.bitkom.de/53136_53131.aspx

Und hier eine nette Grafik dazu:

Statt mich wie an anderen Freitagen morgens um 9 im Büro einzufinden, hatte ich um diese Uhrzeit ein Rendezvous mit meinem Kieferchirurgen… rein geschäftlich, versteht sich. Er hatte das Vergnügen mir meine beiden noch verbliebenen „8er“ (zu deutsch: Weisheitszähne) zu entfernen. Vor ein paar Wochen war bereits die linke Seite abgehandelt worden, und heute war die rechte dran.

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Gestern hatte ich deshalb eine kurze telefonische Auseinandersetzung mit der Assistenz-Uschi meines Zahnarztes. Da gerade ein neues Quartal angefangen hat, wollte ich es vermeiden aus Gründen schlechter Praxis-Organisation die obligatorischen 10 Euro wieder doppelt zahlen zu müssen. Mir scheint dass sehr viele Patienten das tun, weil sie das System nicht verstanden haben und immer wieder vergessen sich Überweisungen zu besorgen. Wahrscheinlich war auch das der Grund warum die junge Dame im ersten Moment so perplex war. Eine neue Überweisung fürs neue Quartal?? Aber man könne die Gebühr doch auch direkt beim Kieferchirurgen bezahlen. Na sicher kann man das! Aber wenn man im selben Quartal wieder zum Zahnarzt muss, werden dort wieder freundlich 10 Euro verlangt… es sei denn man hat sich eine Überweisung dort hin „zurück“ besorgt. Irgendwie scheine ich diese Problematik ausreichend eingängig vermittelt zu haben, oder die Assistentin wollte sich einfach nicht auf eine Diskussion einlassen. Zum Glück liegen die beiden Praxen nicht weit auseinander, und so konnte ich heute morgen zunächst beim Zahnarzt vorbei schauen, mir für einen Zehner die Überweisung ausstellen lassen und damit zum Chirurgen dackeln, wo man sichtlich erfreut war dass mal ein Patient mitgedacht hatte.
Der Eingriff war relativ kurz und schmerzhaft, aber im Anschluss wurde mir versichert, wenn alle Patienten so wie ich wären hätten die Zahnmediziner einen wesentlich leichteren Job. Muss man um die Erwartungen zu erfüllen in Tränen oder Schreikrämpfen ausbrechen, sobald der Arzt die Zange ansetzt? Also meiner Meinung nach tut man ihm und sich selbst einen großen Gefallen wenn man so ruhig wie möglich bleibt, versucht an etwas anderes zu denken und die Sache einfach durchsteht. Dann geht alles schneller und die Chancen sind größer dass ein saubereres Ergebnis dabei heraus kommt.

Zur Zeit vergeht ja wirklich kein Wochenende an dem nicht irgendwo in der Gegend größere oder kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Eigentlich ganz nach meinem Geschmack – bin ein echter Fan von Festivals und der gleichen.

Diesmal war die RhEINKULTUR in Bonn und der CSD in Köln. Und wieder mal sollte die Bahn das Transportmittel der Wahl sein. Da wäre es doch ein Wunder gewesen wenn mal alles ohne Komplikationen abgelaufen wäre… Für mich mit meiner BahnCard100 wäre es im Prinzip unproblematisch gewesen. Aber für meinen Freund, der mit von der Partie war, wollten wir ein Angebot des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) nutzen. Hier mal ein Zitat von dessen Website:

Der VRS macht den Besuchern des diesjährigen Christopher Street Day (CSD) ein besonders günstiges Angebot.
Denn, das TagesTicket 1 Person der Preisstufe 4 für 14,40 Euro ist während des CSD drei Tage – ab Freitag, 04. Juli 2008, 14:00 Uhr bis Sonntag, 06. Juli 2008, Betriebsschluss – im erweiterten VRS-Netz gültig, das heißt auch in den Städten und Gemeinden des Kreises Ahrweilers.
Achtung: Tickets aus den Automaten sind bereits entwertet. Kaufen Sie sich also Ihr TagesTicket am Automaten erst am 04. Juli. Im Vorverkauf erworbene Tickets bitte ebenfalls erst am 04. Juli 2008 entwerten, da das Ticket ansonsten als normales TagesTicket nur einen Tag lang gilt.

Offenbar gab es für den Wortlaut dieses Angebots einen bunten Strauß an Interpretationsmöglichkeiten. Meine Auffassung war, dass Tagestickets für 1 Person der Preisstufe 4 ausnahmsweise an drei Tagen und für beliebig viele Fahrten im gesamten Streckennetz des VRS gültig waren, wenn sie am 4. Juli gekauft oder entwertet worden waren.
Da der Ausgangspunkt der Bahnfahrten Betzdorf an der Sieg sein sollte, fuhren wir am Freitag Abend kurz vor Mitternacht noch an den dortigen Bahnhof um am Automaten ein solches Ticket zu besorgen. Am Samstag Vormittag wollten wir dann von dort aus nach Bonn fahren, erkundigten uns aber vor dem Einsteigen beim Zugpersonal nach dem Sonderangebot. Man wollte davon gehört haben, ging aber davon aus dass die Gültigkeit nicht drei sondern nur einen Tag (dafür aber verbundweit) sei.
In Siegburg stiegen wir aus und wollten uns eine weitere Meinung einholen. Im DB-Reisezentrum sagte man, das Ticket sei zwar an drei Tagen aber nur auf der Strecke zwischen dem Ort des Kaufs und Köln gültig! Das heißt man hätte damit nicht nach Bonn fahren können. Somit nahmen wir erstmal die nächste S-Bahn nach Köln und fragten dort im KVB-Kundencenter ein weiteres mal nach. Und dort teilte man schließlich meine Auffassung! Selbstverständlich könne man an allen drei Tagen im gesamten Verbundgebiet so viel Bahn fahren wie man möchte. Wir bekamen sogar auf Nachfragen hin den Original-Text von der VRS-Website in ausgedruckter Form als Beleg.

Also ab zur Rheinkultur. Es war wohl eine gute Entscheidung nicht den Zug zum Bonner Hbf zu nehmen sondern einen anderen, der in Beuel hielt. Dadurch war zwar ein längerer Fußweg nötig um zum Festivalgelände zu kommen, aber wir ersparten uns total überfüllte Züge. Am Abend musste ich dann feststellen dass die Bahn-Verbindung zwischen Bonn und Düsseldorf ziemlich zeitaufwändig ist, wenn man auf Regionalzüge angewiesen ist. Alles in allem brauchten wir rund dreieinhalb Stunden, um von der Rheinaue zu mir nach Hause zu gelangen!

Dafür klappte es mit Köln heute um so besser. Wir waren rechtzeitig dort, um die CSD-Parade von Anfang bis Ende sehen zu können. Und mir gelang das Kunststück, vom Kölner Hbf in etwas über einer halben Stunde per Bahn nach Hause zu gelangen! Mein Freund hatte da auf seiner Fahrt nach Betzdorf leider weniger Glück…

Nächstes Wochenende beginnt die Kirmes in Düsseldorf. Werde mich da aber etwas zurück halten müssen. Warum, erzähle ich später mal.

Fast schon in der Tradition meines alten Bahn-Blogs muss ich hier mal meine neueste Negativ-Erfahrung mit unserer Deutschen Bahn mitteilen.

here is a link to the thesis generator

Für alle, die es nicht mehr oder noch nicht wissen – ich besitze eine BahnCard 100 im Abo, da ich ein halbes Jahr lang bis vor ein paar Monaten täglich ca. 130 km zur Arbeit gependelt bin. Meine Anstrengungen vor Ablauf des ersten Jahres aus dem Abo raus zu kommen verliefen erfolglos, und so muss ich zähneknirschend noch bis September monatlich 320 Euro an einen maroden Konzern zahlen, ohne die Möglichkeit des bundesweiten Bahn-fahrens noch wirklich nutzen zu können. Seit dem Umzug bin ich täglich mit der S-Bahn zur Arbeit gefahren, was aber auch mit wesentlich kostengünstigeren Monatskarten der städtischen Verkehrsbetriebe zu realisieren wäre.
Doch ein Faktor stellte für mich eine Chance dar, zeitweise einen Gegenwert für die horrende Abo-Gebühr zu erhalten… Als ich letztes Jahr die BC100 beantragte war auf der Website der Bahn zu lesen, dass jeder Inhaber samstags eine Person kostenlos mitnehmen durfte. Diese Möglichkeit ließ ich mir seinerzeit vom Zugpersonal mündlich bestätigen und habe sie auch schon mindestens einmal genutzt. Für diesen Sommer nahm ich mir deshalb vor, die eine oder andere gemeinsame Tagestour mit dem Zug zu unternehmen. Für den letzten Samstag war eine Fahrt nach Berlin geplant. Die regulären Ticketkosten für 2 Personen hätten die Monatsgebühr bei weitem überstiegen, und somit hätte sich diese zumindest für den einen Monat wieder irgendwo gelohnt. Um eventuellen Stress durch überfüllte Wagen zu vermeiden, reservierte ich jeweils zwei Sitzplätze für die Hin- und Rückfahrt – Kostenpunkt 8 Euro.
Mit Proviant und reichlich Vorfreude im Gepäck stiegen wir morgens um kurz vor 7 in den ICE in Richtung Hauptstadt, sicherten uns die reservierten Plätze… und stiegen wenige Minuten danach schon wieder aus. Das Zugpersonal wollte von der Mitnahme-Regelung nichts wissen und hatte angeblich noch nie etwas davon gehört! Den Namen der blonden Zugbegleiterin, die einen ziemlich herablassendem Ton an den Tag legte, hatte ich mir notiert, kann den Zettel aber nicht mehr finden. Ich glaube mich erinnern zu können dass er J. Kluge lautete.

Vor der kurzen Fahrt zurück zum Ausgangspunkt der Reise beschäftigte ich einen weiteren Bahn-Mitarbeiter bestimmt eine halbe Stunde lang – noch vor der eigentlichen Öffnungszeit des Reisezentrums – mit dem Aufstöbern von offiziellen Unterlagen zu den BC100-Bedingungen. Es stellte sich heraus dass die Mitnahmeregelung in der Tat nicht in den Beförderungsbedingungen enthalten ist und offenbar auch nie war!
Es ärgert mich nicht nur dass solche „inoffiziellen“ Regelungen von der Bahn willkürlich für gültig oder ungültig erklärt werden, sondern viel mehr dass später bewusst geleugnet wird sie hätten jemals existiert. Man wird als Kunde – selbst als 320 Euro im Monat zahlender bahn.comfort-Kunde – in Gegenwart anderer Fahrgäste für dumm verkauft!

Für mich sind die Konsequenzen eindeutig. Seit ein paar Tagen besitze ich wieder ein Fahrrad und schaffe es damit in kürzerer Zeit zur Arbeit zu gelangen als mit der S-Bahn. Die BC100 ist ohnehin zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt. Zusätzlich werde ich allerdings auch meine bestehende BC25 kündigen und aus dem Pro Bahn e.V. wieder austreten. Danach werde ich nur noch öffentliche Verkehrsmittel von privaten Betreibern nutzen und so weit es möglich ist völlig auf Bahnfahrten verzichten (zumindest in Deutschland).
An mir hat der DB-Konzern in den letzten Jahren reichlich Geld verdient. Nun werde ich versuchen, es ihm auf andere Art wieder weg zu nehmen.

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