Hallo zusammen! Endlich gibts mal ein Thema, mit dem ich meinen neuen Blog (oder DAS Blog?) starten kann – die aktuelle Story mit der Digicam.

Meine Sony DSC-P200 hat mich nun mehrere Jahre lang um die halbe Welt begleitet und an den verschiedensten Orten Fotos für mich geschossen. Bin eigentlich immer sehr zufrieden mit dem Teil gewesen.
… Bis mein treuer anthrazitfarbener Begleiter auf einmal nicht mehr auffindbar war. Letztes Wochenende war ich auf der ExtraSchicht im Ruhrpott und hätte dort gerne ein paar schöne Nachtaufnahmen gemacht. Und da fiel mir auf, dass die Digicam sich nicht mehr an einem der üblichen Orte (Schreibtisch, Rucksack, Umhängetaschen, Jackentaschen) befand. Was tut man in so einem Fall – überlegen wann und wo man das Gerät zuletzt benutzt hat. Und das war in meinem Fall höchstwahrscheinlich vor ca. 3 Wochen in London. Oh je, und ich hatte nur so eine labberige Tasche (die sich nicht mal richtig verschließen lässt) als Handgepäck dabei. Vor meinem inneren Auge fuhr diese liegenderweise am Flughafen Heathrow in die Anlage zum Durchleuchten, wurde ein wenig durchgeschüttelt und ließ meine liebe Digicam frei. Ein alternatives, nicht weniger realistisch erscheinendes Szenario enthielt einen geschickten Dieb, der mir die Kamera unbemerkt abnahm, als sie sich gerade vorübergehend in der Tasche meines Sakkos befunden hatte. Egal was nun passiert sein mochte, ich musste davon ausgehen dass ich die Cam nicht wieder sehen würde.
Nun hat gerade der Sommer angefangen, und an den kommenden Wochenenden finden diverse interessante Veranstaltungen statt, auf denen sich mit Sicherheit das eine oder andere nette Bild machen ließe. Also musste auf die Schnelle was Neues her. Normalerweise ist vor der Anschaffung technischer Geräte eine ausgiebige Recherche für mich obligatorisch. Aber diesmal trafen ein paar Umstände ein, die eine spontane Aktion auslösten. Im Radio hörte ich einen Spot von Media Markt, wo es anlässlich des für Deutschland erfolgreichen EM-Viertelfinales gestern und heute 25% Rabatt gab. Allerdings nur auf Produkte mit einem Preis von mindestens 200 €. Naja, wie es der Zufall wollte waren gerade einige Foto-Artikel im Angebot. Ich pickte mir die Casio EX-Z200 raus – ein relativ neues Modell, das nach einer Blitz-Recherche einen ganz guten Eindruck machte. Ohne noch lange zu fackeln ging ich in der Mittagspause hin und sicherte mir das Teil inkl. einer 4 GB SDHC-Speicherkarte für 171,75 €. Momentan ist dieser Preis wohl unschlagbar.
Am Abend packte ich meine neue Errungenschaft aus und musste erst mal 2,5 Stunden lang den Akku aufladen… Beim späteren Ausprobieren kam ich zu einer grundlegenden Erkenntnis: Das Reduzieren der Größe von Hightech-Geräten macht diese nicht zwangsläufig attraktiver! Die Casio-Cam sieht aus wie ein Kinderspielzeug, fühlt sich auch so an, und man benötigt wohl Kinderhände um sie komfortabel bedienen zu können. Oder man muss weiblich sein… oder aus Ostasien stammen. Mir bleibt mit meinen großen Händen nur der Daumennagel zur Steuerung des Display-Menüs, was sich ziemlich fummelig gestaltet und für häufiges nervtötendes Abrutschen sorgt. Dass sich die Qualität der geschossenen Fotos als ziemlich mies heraus stellte konnte den Gesamteindruck im Prinzip gar nicht mehr sehr verschlechtern. Die Bedienungsanleitung suggeriert dass man mit der Kamera lediglich „Schnappschüsse“ machen kann… Ordentliche Fotos wären mir bei einem Gerät dieser Preisklasse ehrlich gesagt lieber gewesen.
Naja, jetzt ist es mir egal. Ich werde das Teil morgen wieder dort hin bringen wo ich es gekauft habe und hoffe dass es ohne Mucken zurück genommen wird. Meine alte Digicam ist übrigens wieder aufgetaucht – in einer Außentasche meines Sakkos. War eigentlich nahe liegend.

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